I'm a Mac

Vor ziemlich genau 50 Tagen habe ich mein iPad verkauft. Seitdem nutze ich für “general-purpose computing” nur noch das iPhone und ein neues MacBook Pro.1 Da ich nach der Anschaffung im vergangenen Herbst noch mit dem Gedanken gespielt hatte, künftig zugunsten des iPads gar kein privates MacBook mehr zu nutzen, hat das durchaus für ein paar erstaunte Gesichter gesorgt. Die Entscheidung hatte ich schon vor der WWDC getroffen, und die dortige Vorstellung von iPadOS hat mich zusätzlich darin bestärkt.

Dieses Foto habe ich nur für diesen Blogpost gemacht, das Keyboard hängt dauerhaft am Gaming-PC.

Die Idee, mein an Altersschwäche sterbendes MacBook Pro aus meinem Setup zu streichen, war sicher ein wenig vom Hype getrieben – das aktuelle iPad Pro ist unglaublich sexy und leistungsstark. Letztlich steckte der Wunsch nach Vereinfachung dahinter: Jedes Device mehr im Setup erzeugt zusätzliche Komplexität. Das ist auch der Grund, weshalb iPadOS – obwohl ich es für einen guten und wichtigen Schritt von Apple halte – die Situation für mich weiter verkompliziert hätte. Das iPad in seiner Funktion als “großes” iPhone hat gut für mich funktioniert. Wenn es nun zunehmend zur eigenen Geräteklasse wird, steigt der Aufwand, das Gerät sinnvoll im Setup zu platzieren. Zudem mag heutzutage für viele ein iPad mehr als ausreichend sein, um sämtliche Bedarfe des digitalen Alltags abzudecken – für mich ist es das definitiv noch nicht. Manche Dinge kann es nach wie vor gar nicht, und zu viele Dinge kann es nicht ausreichend meinen Ansprüchen genügend.

Weniger ist mehr

Anfang Juni habe ich Digital Minimalism gelesen. Ich möchte dem Buch keine zu große Rolle in meiner Entscheidungsfindung zusprechen, denn den Drang, mein Setup zu vereinfachen, hatte ich bereits bevor ich letztes Jahr das iPad angeschafft habe. Das Buch hatte kaum neue Ideen für mich, und es ist teilweise sehr anstrengend geschrieben. Trotzdem war es sicherlich ein zusätzlicher Impuls in Richtung des digitalen Entschlackens, so viele “meiner” Gedanken gesammelt und vom Autor bestätigt zu sehen. Ein für mich mittlerweile sehr essentieller Punkt, den das Buch gut herausstellt: Nur weil etwas irgendeinen Nutzen stiftet, ist es nicht zwangsläufig gut oder insgesamt eine Verbesserung. Auch wenn mir das iPad etwas bringt, kann es dennoch insgesamt eine Last sein.

Was meine ich mit zusätzlicher Komplexität?

Es beginnt bei ganz banalen Dingen: Ein weiterer Akkustand, den ich im Auge haben muss. Ein Kabel mehr, das ich sicherheitshalber dabei haben muss. Meine drahtlosen Kopfhörer2 lassen sich praktischerweise mit zwei Geräten gleichzeitig koppeln. Mit drei Geräten – iPhone, iPad und Mac – müsste ich dauernd neu pairen. Letztlich habe ich sie einfach nie am Mac genutzt, weil es zu nervig war.
Bei iOS und den Apps wird es erst richtig umständlich. Manche Apps sind universal, also iPhone und iPad-Version zugleich. Aber nicht alle. Welche Apps sind es mir im Zweifelsfall wert, sie doppelt zu kaufen? Welche brauche und möchte ich überhaupt auf welchem Gerät? Bis hierhin ein Luxusproblem, das sich mit genügend Geld – und genügend Platz auf den Devices, also letztlich auch Geld – erschlagen lässt, indem einfach alle genutzte Apps auf beide Geräte kommen. Aber das ist nur die halbe Miete, denn die eigentliche Nutzung wird dadurch nicht einfacher: Lassen sich die Daten und Einstellungen synchronisieren? Will ich die Einstellungen synchronisieren? Kann ich sie gegebenenfalls selektiv synchronisieren? Funktioniert der Sync zuverlässig?

Ich mach mir das Web, widewide wie es mir gefällt

Ich nutze beispielsweise 1Blocker, um das Web erträglich zu machen. Exzellente App, die nicht nur Werbung und Tracker, sondern – zum Glück – auch Kommentare blockt. Auf einer Handvoll Seiten im Netz möchte ich allerdings die Kommentare nutzen können, z.B. für Diskussionen auf Github. Dank selektiven Whitelistings kann ich ganz granular einstellen, dass auf diesen Seiten Kommentare wieder erlaubt, Werbung und Tracking aber weiterhin geblockt sein sollen. Wenn ich das für eine bestimmte Seite auf dem iPhone erledige, möchte ich es nicht Tage später auf dem iPad für dieselbe Seite nochmal einstellen müssen. Theoretisch sollten diese Einstellungen syncen, in der Praxis war das bei mir nicht wirklich der Fall.

Damit habe ich nicht gerechnet

Fun Fact: Auf dem iPad liefert Apple die Taschenrechner-App nicht mit iOS aus. Diese unerklärliche Lücke ist schon nervig genug, aber kein Problem: Calzy. Ebenfalls eine hochklassige App: Läuft auf iPad und iPhone (und der Watch). Man kann sogar aus einigen verschiedenen, hübschen Icons für die App auswählen. Diese Auswahl wird im Gegensatz zu den restlichen Einstellungen der App aber nicht zwischen den Devices synchronisiert – vermutlich eher eine iOS-Einschränkung, und ein absolutes Zero-World-Problem. Trotzdem war es relativ nervig die App nicht zu finden, weil das Icon an das ich mich gewöhnt hatte “nicht da war”.

Sharing is caring

Das sogenannte Share-Sheet von iOS ist mittlerweile ein ziemlich wichtiger Bestandteil des Betriebssystems. Viele Aktionen laufen darüber, und richtig genutzt kann es viele Abläufe vereinfachen (oder überhaupt erst ermöglichen). Allerdings muss man es individuell anpassen, um z.B. Aktionen von Third-Party-Apps zu aktivieren, oder Aktionen und Apps zu verstecken, die man (im Sharing-Kontext) nicht nutzt. Bonuspunkte, wenn man die genutzten Aktionen noch nach Wichtigkeit, beziehungsweise Häufigkeit der Nutzung sortiert. Das ist komplexer als es klingt, denn das eine Share-Sheet gibt es gar nicht. Sie sind kontextabhängig: Wenn ich ein Bild teile, stehen andere Aktionen zur Verfügung als bei einem Link, oder einem Text, oder einem Video. All diese verschiedenen Share-Sheets lassen sich auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden. Idealerweise stimmt man sie auch noch so ab, dass überall vorkommende Aktionen (“In die Zwischenablage kopieren”) in jedem Kontext halbwegs an derselben Position sind.

Natürlich werden diese Anpassungen nicht zwischen den Geräten synchonisiert. Und ich weiß ehrlich nicht, ob das gut oder schlecht ist. Was bringt mir hier ggf. ein Sync, wenn ich auf den Geräten gar nicht dieselben Apps und somit Aktionen habe? Vielleicht will ich auch ganz bewusst komplett unterschiedliche Share-Sheets, da meine Abläufe auf den verschiedenen Devices auch ganz verschieden sind?

Ich habe keine Antwort auf diese Fragen, aber ich bin wirklich froh, dass sie mich nicht mehr beschäftigen. Es ist umständlich genug, auf einem einzelnen Device saubere Share-Sheets zu pflegen.

But can your Mac do this?

Abgesehen von vielen solcher kleinen Lästigkeiten gibt es aber auch einige Dinge, die ich mit dem iPad nach wie vor nicht (gut genug) bewerkstelligen kann. Damit will ich mich nicht auf ein Podest stellen, und auch keine Wertung von Personen implizieren, die mit einem iPad als primärem/einzigen Device gut auskommen. Ich freue mich für alle, denen schon heute ein iPad im Alltag reicht, und habe weiterhin die Hoffnung, irgendwann auch dazuzugehören.

Screenshot meines aktuellen Terminal-Setups

Momentan aber verbringe ich beispielsweise viel Zeit im Terminal (“das Matrix-Dings”, wie eine Freundin zu sagen pflegt), und möchte deshalb nicht nur als wackeliges Experiment oder remote Zugriff auf eine Shell haben. Das Level an Effizienz, das ich in einem seit Jahrzehnten auf Multitasking ausgelegten Betriebssystem mit einem guten Terminal-Emulator und einer Hardware-Tastatur genieße, könnte ich mit iPadOS wohl auch in fünf Jahren noch nicht ansatzweise erreichen.

Mein iPad war schon immer – auch mit dem ersten Pro, das ich mir 2016 gekauft hatte – primär ein Plex-Client mit Offline-Sync-Funktionalität, um Serien und Filme auch ohne Netz konsumieren zu können. Klingt ein bisschen lächerlich, aber leider ist mobiles Internet in Deutschland nach wie vor noch lächerlicher, daher war das für den Arbeitsweg und vor allem auf Reisen ein sehr wertvolles Feature. Ich habe so beispielsweise The Good Place im Zug von Amsterdam nach Bern geschaut und verbinde die Serie3 bis heute mit der Erinnerung an diese spezielle Art des Konsums.

Insbesondere seit ich Zeithöllenschlunde wie Reddit und Twitter großflächig aus meinem Alltag verbannt habe, sind allerdings außer Plex und Video-Podcasts4, hin und wieder einem iOS-Spiel und den Comics nicht mehr viele regelmäßige Aufgaben für das iPad übrig geblieben. Comics habe ich seit dem letzten Post keine mehr gelesen, da ich bei den aktuellen Temperaturen kein gesteigertes Interesse daran habe, mich im Freien aufzuhalten. Spielen kann ich auf der Switch oder am Gaming-PC; die guten iOS-Exklusivtitel sind wegen der breiteren Userbase ohnehin fast immer für das iPhone optimiert. Zum Videos schauen hat das MacBook ein größeres Display. Den Plex-Offline-Sync konnte ich mit ein paar Zeilen Python fürs MacBook nachbilden – klar, nicht so komfortabel (and it doesn’t scrobble), aber vorerst gut genug. Dank Catalyst kommt das Feature hoffentlich noch vor 2050 in den offiziellen Plex-Client für macOS.

Alles Neu

Nun ist es nicht so, als hätte ich nicht versucht, mehr aus dem iPad rauszuholen: Ich plane neue Podcasts und habe ich mir dazu Ferrite angeschaut. Tolle App, aber unterstützt aktuell noch keine gleichzeitige Aufnahme von mehr als zwei Spuren über ein Audiointerface am USB-C-Port. Mit LumaFusion habe ich ein paar kurze Videos geschnitten. Tolle App, aber ich schneide nicht häufig genug Videos und komme mit iMovie auf macOS aus. Bilder mit Pixelmator zu tunen ist auf dem iPad definitiv eine Freude, aber ich bin kein Fotograf, und es geht auf dem Mac genauso gut.

Bild das ein Kindergartenkind besser malen würde

Mit Linea Sketch und Procreate habe ich den Pencil genutzt und Zeichnen5 als fantastisch entspannende Aktivität entdeckt. Es fühlt sich aber mit echtem Stift auf echtem Papier unendlich viel besser an.

Hipster-Schwarzweiß Foto von meinen dilettantischen Zeichenübungen

Ich habe den drölfzigsten Versuch gestartet, ernsthaft Things zu nutzen und lande doch immer wieder bei einem Mix aus iCloud-Notizen und Sublime-TODOs.

Ich habe iA Writer, 1Writer, Kodex, Drafts und noch ein paar weniger bekannte Apps ausprobiert, um Blogposts und andere Texte darin zu schreiben. Keine der Apps hat einen Workflow für lokale Vorschau von eingebundenen Bildern in Markdown, der an die Einfachheit von hugo server --buildDrafts im Terminal am Mac heranreicht. Die meisten haben gar keinen Workflow/Support dafür.

Arbeiten mit Text am iPad finde ich generell schwierig. Ohne Hardware-Tastatur ist es nach wie vor sehr fummelig – eindrucksvoll zu sehen bei der Demo der verbesserten UX in der letzten WWDC-Keynote, wo selbst der einstudierte Ablauf nicht ohne ein oder zwei Stolperer klappt. Aber das Schlimmste ist die Trägheit, die der Bedienung auch ohne Stolperer inhärent ist. Mangels Tastenkombinationen sind Dinge oft über Gesten gelöst, die Zeit kosten. Als Beispiel sei hier nur der long press auf das Bild in obiger Demo genannt, der stolz als Weg präsentiert wurde, ein Bild schnell/einfach zwischen Apps zu teilen. Es dauert über eine Sekunde bis der long press erkannt wird – in der Zeit habe ich am Rechner das Bild schon fertig eingefügt. Mein Leben ist zu kurz für solche Warterei.

Demonstration des long press auf ein Bild in einer Mail in iPadOS

Klicka Klacka

Natürlich ist das in gewisser Weise “unfair”, denn ein klassischer Rechner hat ein klassisches Keyboard. Ich habe also mein heißgeliebtes mechanisches Keyboard6 per USB angeschlossen. Klar, Text tippt sich dann auch am iPad besser, und Kürzel beim Bearbeiten klappen dann im Wesentlichen wie gewohnt. Systemweit kommt man am iPad aber mit einem echten Keyboard nicht so weit wie am Rechner – wie auch, solange es dort kein Alfred oder vergleichbare Werkzeuge geben kann.

Mobil wäre diese Lösung ohnehin nicht mehr gewesen, also habe ich auch Apples offizielles Smart Keyboard Folio getestet – eine ziemliche Enttäuschung: Die angeblich superstarken Magnete sorgen leider keineswegs für bombenfesten Halt. Das Gerät hat im “eingerasteten” Zustand eindeutig Spiel, so dass es sich nie wirklich sauber und endgültig platziert anfühlt. Ich würde nie im Leben darauf vertrauen, dass es im Zweifelsfall hält und habe daher beim Transportieren stets penibel darauf geachtet, sowohl Hülle als auch iPad fest im Griff zu haben. Das Tippgefühl war zwar akzeptabel, aber die Experience insgesamt bei dem Preis schon sehr ernüchternd.

Längere Texte habe ich noch nie gerne auf iOS produziert. Schon wenn eine iMessage-Konversation ein wenig tiefer geht, wechsle ich schnell zum Rechner. Ohne Keyboard funktioniert das iPad hier nicht als Ersatz für mich. Brydge produziert zwar vielversprechende Alternativen, aber nach der negativen Erfahrung mit dem Smart Keyboard Folio war mir das Risiko zu groß, erneut enttäuscht zu werden und mich mit der Rücksendung nach UK ärgern zu müssen. Und selbst im Erfolgsfall: Mehr Komplexität – wieder ein weiterer Akkustand, künftig bei Reisen immer überlegen, ob mit oder ohne Keyboard… und die iOS-Einschränkungen in der Bedienbarkeit des Systems mit Keyboard bleiben sowieso bestehen.

The Unquestionable Truth

So bin ich dann nach einigen Monaten des Experimentierens bei der etwas traurigen Erkenntnis angelegt, dass das iPad nicht mehr so in mein Setup passt wie noch vor 3 Jahren. Neben meinem veränderten Nutzungsverhalten als Hauptfaktor tragen dazu auch zwei kleine Wermutstropfen des aktuellen iPad Pro bei:

  • Die Platzierung der Sensoren für Face ID im Rahmen ist miserabel. In 9 von 10 Fällen schlug der erste Unlock-Versuch fehl, weil ich noch meinen Daumen über dem Sensor hatte. Am iPhone ist Face ID magisch7, am iPad absolut nervtötend.
  • Es ist zu perfekt. Klingt komisch, ist aber so. Apple hat seit dem iPhone 4 kein derart geiles Gerät gebaut. Ich wünsche mir sehr, dass dieser Look auch zum iPhone zurückkommt. Aber: In Ermangelung einer ordentlichen Hülle hatte ich permanent Angst darum. Natürlich habe ich auch das alte iPad Pro anfangs wie ein rohes Ei behandelt. Aber diesmal hat die Phase nicht aufgehört, weil es einfach zu kostbar und somit empfindlich wirkt. Ich weiß nicht, ob das neue iPad vielleicht genauso hart im Nehmen gewesen wäre, wie der Vorgänger. Ich weiß aber, dass ich das hier nie mit dem neuen iPad ausprobiert hätte: Im Zug eingeklemmtes, altes iPad Pro

Vermissen, Baby

Nach “Was?!” ist die zweite Frage meistens: “Und vermisst du es jetzt nicht?” – darauf kann ich ganz klar mit Jein antworten: Wie eben ausgeführt ist das Gerät meiner Meinung nach das heißeste, das Apple bisher entworfen hat. Klar trauere ich dem ein bisschen hinterher. Aber: Funktional, im Alltag, vermisse ich es so gut wie gar nicht.

Vergleich iPad und MacBook im Zug

Der Pencil war ein feines Werkzeug. Das Zeichnen hat Spaß gemacht, und trotz des tolleren Feelings auf echtem Papier bietet Software hier natürlich ganz andere Möglichkeiten. Notizen mit dem Pencil zu machen war ein praktisches Gimmick. Und natürlich gibt es manchmal Situationen, in denen ein Bildschirm ohne drangeschraubte Tastatur sich besser zum Videoschauen eignet. Trotzdem gab es bisher keinen einzigen Moment, wo mir das iPad wirklich abgegangen wäre.

Vergleich iPad und MacBook am Balkon

My MacBook is dead, long live my MacBook

Das liegt sicher auch daran, dass ich endlich wieder ein normal nutzbares MacBook Pro habe. Obwohl ich keines wollte, da Apple dort nach wie vor die schlechteste Tastatur der Firmengeschichte verbaut. Ich hatte gehofft, dieses dunkle Kapitel aussitzen zu können. Aber nach über fünf Jahren im Einsatz hat mein treuer Begleiter an Volumen zugelegt was er an Akkulaufzeit eingebüßt hatte. Mehr als eine gute Stunde ohne Kabel ging nicht mehr, und Tippen längerer Texte war auf festem Untergrund nicht mehr denkbar. Der Akku war so geschwollen, dass das Trackpad an einer Ecke schon über das Unibody-Gehäuse hinausstand.

Mein altes MacBook Pro mit Akku-Blähungen

Direkt nach dem kürzlichen Refresh der aktuellen Modellreihe habe ich mir also schweren Herzens einen neuen Rechner bestellt. Das Tippgefühl auf der neuen Tastatur ist in Ordnung. Beim vorigen Modell war es perfekt, weshalb die Verschlechterung schmerzt, aber was das Keyboard außer der Staubanfälligkeit komplett disqualifiziert, sind die fehlende Escape-Taste und die halbhohen Pfeiltasten. Beides sind vollkommen unnötige Anpassungen im Layout, die es erschweren, bestimmte Dinge “blind” zu erledigen und so Abläufe massiv verlangsamen. In der Arbeit hatte ich schon seit Anfang letzten Jahres ein MacBook Pro mit diesem Keyboard, immerhin ist das nun wieder einheitlich.

Dank des erweiterten Austauschprogramms brauche ich mir bezüglich Staub erstmal keine Gedanken zu machen. Die lang anhaltenden OLED-Rumors sprechen immer nur von Geräten mit 15/16 Zoll und sind somit irrelevant für mich. Und wenn Apple demnächst ein neues 13” MBP mit gutem Keyboard vorstellt, beiße ich eben – nochmal – in den sauren Apfel (ha!) und upgrade. Jetzt zumindest mit der Gewissheit, dass auch das nächste Jahrzehnt über ein Laptop das primäre Gerät meiner Wahl sein dürfte.

Unabhängig davon, was die Zukunft bringt, habe ich mich in den knapp zwei Monaten ohne iPad wieder mehr auf den Mac fokussiert. Prozesse verbessert, die ich bis dahin wegen “Mal sehen, ob das mit dem iPad vielleicht…” aufgeschoben hatte. Themen angegangen, auf die ich wegen des desolaten Zustands meines alten MacBooks keine Lust hatte. Endlich die Kopfhörer dauerhaft mit dem Mac gekoppelt. It feels good to be back.


  1. Ja, die Watch hat meinen digital detox auch nicht überlebt. 😐
  2. Ein Leben ohne Bose QC 35 ist möglich, aber sinnlos.
  3. Eine der besten Comedy-Serien der letzten zehn Jahre, unbedingt anschauen.
  4. Ich konsumiere YouTube-Videos fast ausschließlich über einen selbstgebastelten Umweg, der sie mir als Videopodcast bereitstellt, damit ich diese furchtbare Website nicht benutzen muss.
  5. Besser gesagt: Kritzeln oder Schmieren. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unser Schulsystem, das damals mein Interesse an den Inhalten des Kunstunterrichts äußerst nachhaltig vernichtet hat.
  6. Cherry Blue.
  7. Außer bei den geringsten Anzeichen von Regentropfen auf dem Brillenglas. Trainiert eure ML-Modelle auch mal außerhalb der Dürre in Cupertino. 🙄